17.04.2011 Strongman Run 2011

von Helmut Buteweg

Beim 5.Strongman Run in der "Grünen Hölle

vom Nürburgring starteten 8890 Läufer.

FUN Sporting Nachtagenten.de LVZ

  

Fotogalerie von Helmut

Sollen die Weicheier doch lästern, der Alte packt es immer noch !

Ergebnisse Hamminkelner Läufer und Laufbericht von Helmut:

Ges.Name Zeit
1876 Helmut Buteweg 02:32:14
3121 Daniel Puckert 02:44:53
3181 Nils Krüßmann 02:45:25

 

In der „Grünen Hölle“.


Der Strongman Run 2011 auf dem Nürburgring.


Im Morgengrauen aus dem Trainingslager in Winterberg aufgebrochen, kam ich erstaunlich stau frei am Nürburgring an.

Wer, wie ich, schon länger nicht mehr am Nürburgring war, kann über die monströs aufragenden, modern eingerichteten Gebäude nur staunen.

So früh hatte ich ausgiebig Zeit die Laufstrecke zu besichtigen. Eigentlich sollte es heute etwas wärmer werden, aber hier weht noch ein kalter Wind über das Hochplato.

Um nicht wieder im hinteren Teilnehmerfeld starten zu müssen stehe ich mit vielen Läufern schon fast eine Stunde vor dem Start im vorderen Drittel. Wie in Weeze starte ich mit meinem „Gläsernen Schert“.

 

 

 

 

Unter frenetischem Jubel startete endlich der größte Hindernislauf der Welt mit 10 Tausend Teilnehmern. Die Asphaltstrecke gestattete einen zügiges Anfangstempo um den Staus vor den Hindernissen etwas zu vermeiden.

Am „Double Trouble“, dem ersten Hindernis aus Strohballen und gestapelten Autoreifen, den ich ohne Stau im zweiten Durchgang leicht überspringen konnte, kam es trotzdem zur ersten, kurzen Zwangspause. Im weiten Bogen stürmte ich herunter in das „Devils Playgrund“ einem hügeligen, unebenen und rutschigen Gelände mit steilem Gefälle. Das dritte Hindernis „Cool Down“, eine Wasserrutsche  hat Bob-Olympiasieger André Lange erfunden, hier landete ich auch, „platsch“ mit dem Bauch im Wasserloch. Am „Cliffhanger“ galt es über eine drei Meter tiefe Grube zu hangeln. Kein Problem, dann ein Schild, Wasserhinderniss: Temperatur 5°C  Pussy Line, rechts abbiegen. Doch wer will heute schon eine Pussy sein.  Meine Befürchtung hier im eiskalten Wasser unter die Baumstämme tauchen zu müssen erwies sich als unbegründet. Kalt war es ja, aber unter den mächtigen Baumstämmen war genügend freier Raum ohne Kopfkontakt mit dem Wasser durchzuschlüpfen. Meine vorsorglich aufgesetzte Taucherkappe war hier nicht gefragt.

Beim „Hang Over“ war Geschicklichkeit gefragt. Weiter ging es über einen ein langen, steilen Anstieg, auf vier 1,5 Meter hohe Strohballen, die den Weg versperrten. In der Michael-Schumacher-Kurve wartete ein steiler Kieshügel, der „Kiesimanscharo“. Die „Eifeler Nordwand“ war eines der härtesten Hindernisse überhaupt. Hier mussten  dicht aufeinander folgende 2,5 Meter hohe Strohballenwände überwunden werden. Das war nur mit Teamgeist zu schaffen, mit drückten und ziehen ging es gemeinsam über die Wände. Der weiter, steilere Weg stellte an meine Kondition jetzt schon höhere Ansprüche.

Auf in das in zwei Abschnitte geteilte „Fischernetz“. Im ersten Teil stürzten wir uns in die eiskalte Fluten und direkt im Anschluss musste ein Kletternetz gemeistert werden. Im weiteren Verlauf folgte ein mit kniehohem Schlamm befülltes Becken. In der zweiten Runde blieben hier, dem „Dirty Dancing“ einige Schuhe hier stecken, welche verzweifelt wühlenden Läufer ausgraben durften.

Mit riesigen Strohballenstufen war „Stairway to Heaven“ gespickt. Auf dem zweitletzte Hindernis „Hot Wheels“, war eine 30 Meter lange Strecke, die mit Autoreifen übersät war zu überwinden. „Alcatraz“ nannte sich das letzte Hindernis auf der Zielgeraden. Ein rauer Untergrund aus feinen Kiessteinen und den nur 70 Zentimeter hohen Gittern verlangten noch einmal viel Geschick und abgehärtete Kniescheiben.  Nun auf in die 2. Runde. Jetzt waren einige Hindernisse wegen der fehlenden Läufermasse leichter zu überwinden. Nur an der „Nordwand“ behinderte ein Krankenwagen und die ersten überrundeten Läufer noch den Endspurt. Hier traf ich zum kurzen Plausch eine Gruppe aus meinem Alpenverein, der Sektion Essen. In Begleitung der ersten Sonnenstrahlen erreichte ich glücklich das Ziel.

Mit 2,5 Stunden war ich diesmal deutlich über eine Stunde schneller wie beim letzten Strongman Run in Weeze.

Meine beiden Vereinskollegen, welche kurz hinter mir das Ziel erreichten, konnte ich im Trubel des Zielbereichs nicht mehr ausmachen.

 

 

Im Zielbereich traf ich auf Ralf Schneider von HADI-Wesel, der leider mit einer, bereits mehrfach vernähten Kopfverletzung, ausscheiden musste. Im Gegensatz zu den letzten Läufen in Weeze hat am Nürburgring die Logistik und Streckenversorgung hervorragend funktioniert.

 

 

 

Diese Veranstaltung kann ich auch für die Weicheier aus unserem Verein "wärmstens" empfehlen.

Die Hard Facts:
+++  10.940 Läufer waren gemeldet +++
+++  8.890 sind an den Start gegangen +++
+++ Ins Ziel haben es  8.547 Läufer geschafft +++
+++ Im Zeitlimit von 3:30:00 haben es  7.304 geschafft, davon  577 Frauen und 6.727 Männer +++

Hindernisse und Steckenplan PDF

Die “Grüne Hölle” hat gerockt!


20.000 Zuschauer haben Euch 8.890 StrongmanRunnern heute an den 14 Hindernissen ordentlich eingeheizt. Selbst das graue Wetter beim Start konnte der Stimmung beim stärksten Lauf aller Zeiten nichts anhaben: Neben Eurem Mut habt Ihr uns wieder mit ausgefallensten Kostümen - Frauen in Brautkleidern, Männer in Hasenkostümen, Mister und Misses Captain America, Rotkäppchen sowie Cowboys, Indianer und vieles mehr - begeistert und so für Entertainment der Sorte „Extra Stark“ gesorgt! Als am frühen Nachmittag die Sonne durch die Wolken brach, war der Tag für alle.......

 

Weitere Informationen:http://www.fishermansfriend.de/strongmanrun/