Andreas Janus erfolgreich beim

Siebengebirgsmarathon

in Bad Honnef

Liebe Freunde vom Lauftreff,

 

am zweiten Sonntag im Dezember (nächstes Jahr am 9. 12. 2018) kann man ganz im Süden von NRW (teilweise läuft man auch durch Rheinland-Pfalz) an einem schönen Lauf teilnehmen, dem „Siebengebirgsmarathon“. Man muss für ziemlich genau 150 Kilometer immer auf der A3  fahren. Um 10:00 ist Marathon-Start im Stadtteil Aegidienberg in Bad Honnef. Um 9:00 gibt es auch einen Halbmarathon-Start. Beide Läufe führen die ganze Zeit über Waldwanderwege durch das Siebengebirge am rechten Rheinufer, teilweise über den Rheinsteig (den Fluss selbst sieht man während des Laufs nicht), es sind (eigentlich) keine Trails. Beim Marathon bekommt man es mit etwa 700 Höhenmetern zu tun, beim HM sind es wohl ziemlich genau die Hälfte.

 

Der Lauf in diesem Jahr am 10. 12. führte von Anfang an durch eine komplett zugeschneite wunderschöne Winter-Wald-Landschaft. Die ersten 1,5 Stunden über lief man im Zick-Zack zwischen Schlitten-Kindern und ihren Eltern hindurch. Teilweise war es glatt (beim Start waren es moderate minus 0,7 Grad Celsius, was ja immerhin bedeutet, dass man eine lange Hose anziehen darf, wobei es auch zwei Kollegen auf der Strecke mit kurzer Hose gab).

 

Nach 1,5 Stunden verschwanden dann die Familien, und es kam der Schneesturm. Für drei Stunden konnte man die meiste Zeit über die sprichwörtliche Hand vor Augen kaum sehen. Im Radio hieß auf der Rückfahrt (die auf Grund des Schneeverkehrschaos´ 5 Stunden dauerte), es wären in den Mittelgebirgen Orkanböen dabei gewesen, und so fühlte es sich an. Ab etwa drei Stunden nach dem Start war das Wasser bei den Verpflegungsständen in den Aggregatszustand „fest“ übergegangen. Beliebt waren an den Ständen dafür die goldenen Folien-Rettungsdecken - bei denen, die vorzeitig den Kaffee aufhatten. Aber wie hatte ja eigentlich noch direkt beim Start Laurenz Thissen, nachdem er uns den, absolut korrekten, Wetterbericht-des-Grauens mit auf den Weg gegeben hatte, ermahnt: „Ein Päckchen wird aufgegeben, ein Marathon niemals“ (aber der war ja nach dem Start auf dem dortigen Sportplatz in´s lauschige Bürgerhaus zurückgekehrt, um schon einmal die Halbmarathonis zu begrüßen – der Zieleinlauf ist übrigens direkt in diesem Gebäude an der Bühne).

 

Nach drei Stunden Dauerbeschneiung verschwanden Wind&Wolken und es kam für den einstündigen Rest eine utopisch romantische Wintersonne hervor, die die frisch tief zugeschneite (was das Tempo nicht erhöhte) Landschaft (ich schätze einmal 20 Zentimeter Neuschnee, auf dem Auto nachher auch gerne das Doppelte) derart bestrahlte, dass man nun die Sonnenbrille vermisste. Die Orientierungsschilder waren schon lange nicht mehr zu erkennen, aber da ich (beileibe) nicht als Erster vorneweg lief, konnte man leicht den Spuren der ambitionierten Läufer folgen, die netterweise den Schneepflug für die 400 hinter ihnen machten.

 

Es war, weil die Duschen heiß waren, ein Super-Nikolaus-Lauf-XL, Andreas Janus. 

Marathon    
Ges.AKPL/AKNameZeit
352M5067Janus, Andreas05:39:50

 

http://www.tripower-rs.de/7g-marathon/strecken/