Lauftraining der besonderen Art.

Bericht und Foto von

Michael Puckert.

 

 

 

 

Sonntagslauftraining mal ganz anders

Am Sonntag, zu früher Stunde bei  herrlichem Wetter , trafen sich Mechthild, Brigitte, Sonja, Reinhard und ich, zum Lauftraining. Doch diesmal war nicht der Harderwycker Weg das Ziel, sondern das Niederrheinstadion in Oberhausen (RWO).

Mit ca. 500 weiteren Läufern hörten wir dort um 9:00 das Startsignal zum "Urban Trail Oberhausen". 
Da wir weit hinten im Startblock standen, dauerte es geraume Zeit, bis wir die Startlinie überqueren konnten. Grund dafür war, dass nur maximal 2 Läufer durch einen engen Startkanal passten. So entstand ein langer Läufertatzelwurm. 

Zunächst raus aus dem Stadion, am Rhein-Herne-Kanal entlang, ging es über die Slinky Springs, eine Brücke über den Kanal in Form einer riesigen, gewundenen Spirale, direkt in den Kaisergarten.
 
Ziel war das Schloss Oberhausen, das seine Tore für uns geöffnet hatte. Durch die Räume eine Gemäldegalerie liefen wir durchs Standesamt und dessen Trauzimmer in welchem gerade eine Trauung vollzogen wurde. Nicht ohne Braut und Bräutigam Glück zu wünschen, verließen wir das Schloss auf der anderen Seite wieder. 

Als nächstes war eine alte Zechensiedlung die Kulisse unserer Laufstrecke und es dauerte nicht lange, bis der Gasometer vor uns stand und ebenfalls seine Tore für uns weit geöffnet hatte. So durften wir im Laufschritt einen Teil der dort laufenden Ausstellung "Naturwunder" betrachten.
 
Weiter am Kanal und über einen kurzen Fußweg führte uns die Laufstrecke nun treppauf und treppab über den Bahnsteig der Straßenbahn- und Bushaltestelle "Neue Mitte" und wie ihr euch denken könnt, standen uns nun auch die Türen des Konsumtempels Centro Oberhausen offen. 
Vorbei an Hohl-Hysteri, Primark und Konsorten, verließen wir den Tempel, den ich sonst so meide, am anderen Ende wieder.
 
Nun im Sauseschritt hinein ins Cinestar. Natürlich lief gerade ein Film, doch wir waren ja beim Lauftraining. Also wieder raus und ab durch die Mitte ins Tiger Jump, eine große Indore Sporthalle mit hunderte verschiedener Trampolins. Hier war aber um die Uhrzeit noch nix los.
 
Jetzt stand der Aquapark auf dem Programm. Ein großes Spaß- und Sport Bad, dass uns laufend Besuch gewährte. Zunächst über die große Liegewiese vorbei am Außenbecken liefen wir in den, durch eine riesige Kuppel überdachten Teil, in dessen Mittelpunkt ein alter Zechenförderturm als Sprungturm und Wasserrutsche dient. Standesgemäß spielte und sang am Ausgang der Knappenchor.
 
Oberhausens Marina lag nun am Streckenrand und ehe wir uns versahen, liefen wir schon durchs Brauhaus Zeche Jacobi. Vorbei an der langen Theke und den vielen Gästen, die hier schon ihr Bier zum Frühschoppen genossen, ging's nun auf verschlungenem Weg ins Labyrinth aus dem unsere Frauen deutlich schneller wieder herausfanden, als Reinhard und ich.
 
Wieder am Kanal entlang führte uns die Laufstrecke zurück ins Stadion und zum Ziel. Hier wartete noch ein kleines Frühstück mit Kaffee auf uns. 
 
Das bei diesem Lauf die Zeit nicht gemessen wurde, habt ihr euch sicher schon gedacht. Da aber auf der 10km-Strecke viele Treppen zu überwinden waren, kamen die Läufer doch ins Schwitzen, so dass es doch nicht nur ein Spaß-, sondern auch ein Trainingslauf war.
 
Der für uns kurzweiligste 10-Km-Lauf, den wir je gelaufen sind.